Die kurze Antwort
Ein Audiopodcast passt, wenn Inhalte im Vordergrund stehen, die Menschen nebenbei hören (beim Pendeln, beim Sport, bei der Arbeit), und wenn Sie mit überschaubarem Aufwand regelmäßig veröffentlichen wollen. Ein Videopodcast passt, wenn Gesichter, Persönlichkeit und Gesprächsdynamik zählen, wenn Sie auf YouTube und in sozialen Netzwerken sichtbar sein wollen und aus jeder Folge zusätzlich kurze Clips gewinnen möchten.
Für viele Unternehmen ist die Mischform am sinnvollsten: im Videostudio aufnehmen, als Video auf YouTube und als Audio auf Spotify, Apple Podcasts und Co. veröffentlichen.
Die Unterschiede im Überblick
Audio und Video unterscheiden sich nicht nur im Format, sondern in Aufwand, Ausspielwegen und der Art, wie Ihr Publikum den Podcast nutzt.
Audiopodcast
- Nutzung
- Wird nebenbei gehört, eignet sich für längere, inhaltlich dichte Folgen.
- Plattformen
- Spotify, Apple Podcasts, ARD Audiothek und andere Podcast-Apps.
- Aufwand
- Geringer: Aufnahme, Schnitt und Sounddesign ohne Kamera, Licht und Videoschnitt.
- Stärken
- Tiefe, Storytelling, Reportage, O-Töne und Sounddesign; Gäste müssen nicht vor die Kamera.
- Grenzen
- Weniger Material für Social Media, auf YouTube kaum sichtbar.
Videopodcast
- Nutzung
- Wird angeschaut oder nebenbei laufen gelassen; Mimik und Gesprächsdynamik wirken mit.
- Plattformen
- YouTube, Spotify (mit Video) sowie Clips für LinkedIn, Instagram und TikTok.
- Aufwand
- Höher: Kameras, Licht, Bildregie und Videoschnitt kommen hinzu.
- Stärken
- Persönlichkeit und Gesichter, Sichtbarkeit auf YouTube, viele kurze Clips aus einer Aufnahme.
- Grenzen
- Gäste müssen kameratauglich sein; reine Reportage- und Sounddesign-Formate verlieren im Bild oft ihren Reiz.
Wann sich Video lohnt und wann Audio die bessere Wahl ist
Die Entscheidung hängt weniger von der Technik ab als vom Format. Drei Beispiele aus unserer Arbeit zeigen, warum.
KlimaKlartextIm Gespräch zwischen Prof. Dr. Claudia Kemfert und Klimajournalistin Kristin Langen tragen Gesichter und Gesprächsdynamik das Format. Als Videopodcast ist es neben Spotify auch auf YouTube zu sehen.Mehr
Make it ScienceOffene akademische Debatten, in denen gegensätzliche Positionen aufeinandertreffen. Im Bild wird sichtbar, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler miteinander ringen. Genau das macht den Reiz aus.Mehr
NS-CliquenEine investigative Reihe über Täterbiografien aus der NS-Zeit, über drei Staffeln für ARD Sounds. Recherche und Erzählung stehen im Mittelpunkt, ein Format, das als Audio seine volle Wirkung entfaltet.Mehr
Die Mischform: einmal aufnehmen, überall veröffentlichen
Sie müssen sich nicht zwingend entscheiden. Wird ein Gespräch im Videostudio aufgezeichnet, entsteht daraus eine Videofassung für YouTube und Spotify, eine Audiofassung für alle Podcast-Apps und auf Wunsch kurze Clips für Social Media.
Wichtig ist, das Format von Anfang an für beide Wege zu planen: Ein Videopodcast braucht ein ansprechendes Set und Gäste, die sich vor der Kamera wohlfühlen. Die Audiofassung muss auch ohne Bild verständlich sein. Verweise wie „wie Sie hier sehen“ funktionieren dort nicht.
Entscheidungshilfe: fünf Fragen
- 01
Wo ist Ihre Zielgruppe unterwegs?
Eher in Podcast-Apps oder auf YouTube, LinkedIn und Instagram? - 02
Wer spricht?
Profitieren Ihre Hosts und Gäste davon, gesehen zu werden, oder wirken sie am Mikrofon freier? - 03
Was ist der Kern des Formats?
Gespräch und Persönlichkeit sprechen für Video, Recherche und Erzählung eher für Audio. - 04
Brauchen Sie Material für Social Media?
Dann liefert Video aus jeder Folge mehrere Clips. - 05
Welches Budget und welchen Rhythmus planen Sie?
Video ist in Produktion und Postproduktion aufwendiger; bei hoher Frequenz kann Audio die realistischere Wahl sein.
Häufige Fragen
Ist ein Videopodcast teurer als ein Audiopodcast?
In der Regel ja, weil Kameras, Licht, Bildregie und Videoschnitt hinzukommen. Zur Orientierung: In unserem Studio in Leipzig kostet eine Stunde Audioaufnahme 149 €, eine Stunde Videoaufnahme mit drei Kameraperspektiven 249 € (Privatkunden, inkl. USt., ohne Schnitt). Für Produktionen mit Redaktion und Postproduktion erstellen wir ein individuelles Angebot.
Kann man aus einem Videopodcast auch eine Audiofassung machen?
Ja. Aus einer Videoaufnahme lässt sich eine Audiofassung für Spotify, Apple Podcasts und andere Podcast-Apps erstellen. Damit das gut funktioniert, sollte das Format so geplant sein, dass es auch ohne Bild verständlich ist.
Welches Format eignet sich für einen Corporate Podcast?
Das hängt von Zielgruppe, Inhalt und Personen ab. Für Gesprächsformate mit Führungskräften, Expertinnen und Experten bietet sich häufig Video oder die Mischform an. Für erzählende, recherchierte Formate ist Audio oft die stärkere Wahl. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was zu Ihrem Vorhaben passt.
Wo kann ich in Leipzig einen Videopodcast aufnehmen?
In unserem Video-Podcaststudio an der Karl-Liebknecht-Straße 36 in Leipzig: drei Sony FX30 Kameras in 4K, Shure SM7B und RØDE PodMic Mikrofone, Teleprompter, bis zu vier Personen. Das Studio ist auch aus Dresden, Chemnitz und Halle gut erreichbar.
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Beantworten Sie ein paar kurze Fragen zu Ihrem Vorhaben. Camillo Schumann meldet sich innerhalb von 24 Stunden persönlich mit einer Empfehlung.
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